UGC Creator werden: Geld verdienen ohne große Reichweite
Was UGC Creator machen, welche Ausrüstung du brauchst, wie du ein Portfolio aufbaust und wie du deine ersten bezahlten Aufträge von Marken bekommst.
UGC steht für User Generated Content, also Inhalte, die aussehen, als kämen sie von echten Kundinnen und Kunden. Marken nutzen diese Videos und Fotos für Werbeanzeigen, Produktseiten und ihre eigenen Kanäle, weil sie authentischer wirken als klassische Werbung. Das Besondere: Als UGC Creator brauchst du keine große Reichweite. Du veröffentlichst die Inhalte oft gar nicht selbst, sondern lieferst sie an die Marke.
Was UGC Creator konkret machen
Ein typischer UGC-Auftrag sieht so aus: Die Marke schickt dir ein Produkt und ein kurzes Briefing. Du drehst ein bis drei kurze Videos, meist 15 bis 60 Sekunden im Hochformat, zum Beispiel ein Unboxing, ein Tutorial, eine ehrliche Bewertung oder einen Vorher-nachher-Vergleich. Du lieferst die Rohdateien oder fertig geschnittene Clips, die Marke nutzt sie für ihre Werbung.
Häufige Formate sind:
- Testimonial: Du erzählst, welches Problem das Produkt für dich löst.
- Tutorial oder How-to: Du zeigst Schritt für Schritt, wie das Produkt funktioniert.
- Unboxing: Erster Eindruck, Verpackung, Details.
- Hook-Varianten: Mehrere unterschiedliche Einstiege für dasselbe Video, damit die Marke testen kann, welcher am besten funktioniert.
Welche Ausrüstung du brauchst
Die gute Nachricht: Ein aktuelles Smartphone reicht für den Start. Wichtiger als teure Technik sind diese drei Punkte:
- Licht: Tageslicht vom Fenster oder eine einfache Ringleuchte machen den größten Unterschied.
- Ton: Ein kleines Ansteckmikrofon verbessert die Qualität deutlich, vor allem bei Sprechervideos.
- Ruhiger Hintergrund: Aufgeräumt, hell und passend zum Produkt.
Für den Schnitt genügen kostenlose oder günstige Apps. Wichtiger als Effekte sind ein starker Einstieg in den ersten zwei Sekunden und klare Untertitel.
Dein UGC-Portfolio aufbauen
Marken wollen sehen, was du kannst. Ohne Portfolio ist es schwer, den ersten Auftrag zu bekommen. So baust du eins auf, auch ohne bisherige Kunden:
- Nimm drei bis fünf Produkte, die du ohnehin besitzt, und produziere dafür Beispielvideos in verschiedenen Formaten.
- Zeig Vielfalt: ein Testimonial, ein Tutorial, ein ästhetisches Produktvideo.
- Achte auf einen starken Hook und saubere Untertitel.
- Stelle deine Arbeiten mit kurzer Beschreibung, deinen Nischen und deinen Preisen auf einer Seite zusammen.
Auf unserer Plattform kannst du genau das in deinem Portfolio machen: Arbeitsproben hochladen, ein Intro-Video ergänzen und Formate mit Startpreisen angeben. Marken finden dich dann über die Creator-Suche.
Was du verlangen kannst
UGC-Preise hängen von Umfang, Nutzungsrechten und Erfahrung ab. Als Orientierung für den Einstieg bewegen sich einzelne Videos oft im Bereich von etwa 80 bis 200 Euro. Mit Erfahrung, starken Referenzen und Zusatzleistungen wie mehreren Hooks steigen die Preise. Wichtig ist, dass du die Nutzungsrechte klar regelst: Wie lange und auf welchen Kanälen darf die Marke dein Video als Werbung einsetzen? Längere oder unbegrenzte Nutzung solltest du extra berechnen.
Wie du deine Preise systematisch kalkulierst, erklären wir in unserem Artikel Was kostet ein Reel?.
So bekommst du deine ersten Aufträge
- Portfolio fertig machen: Ohne Arbeitsproben keine Aufträge.
- Sichtbar werden: Lege ein Profil auf Plattformen an, auf denen Marken nach Creatorn suchen.
- Aktiv anschreiben: Kleine und mittlere Marken, deren Produkte du magst, sind oft offen für UGC. Eine kurze, persönliche Nachricht mit Link zu deinem Portfolio reicht.
- Zuverlässig liefern: Pünktlichkeit und saubere Kommunikation führen zu Folgeaufträgen, und die sind das eigentliche Geschäft.
Rechtliches und Organisatorisches
Wenn du regelmäßig UGC-Aufträge annimmst, ist das in Deutschland in der Regel eine selbstständige Tätigkeit. Kläre Gewerbeanmeldung, Rechnungsstellung und Steuern am besten mit einer Steuerberatung. Halte außerdem in jedem Auftrag schriftlich fest, was geliefert wird, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und welche Nutzungsrechte die Marke erhält.
Fazit
UGC ist eine der fairsten Möglichkeiten, als Creator Geld zu verdienen, weil Qualität mehr zählt als Reichweite. Mit einem Smartphone, gutem Licht und einem starken Portfolio kannst du sofort starten. Leg dein kostenloses Portfolio an und zeig Marken, was du kannst.
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